Partnerschaft Siha

Allgemeines zur Partnerschaft mit Siha
Unser Partnerdekanat Siha liegt in Nordtansania (Ostafrika) zwischen den beiden großen Bergen Kilimandscharo und Meru.
Es hat eine Fläche von etwa 1.150 km².
Im Dekanatsgebiet befinden sich unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Im östlichen Teil Sihas lebt hauptsächlich die Bevölkerungsgruppe der Chagga. Diese haben sich an den Hängen und Ausläufern des Kilimandscharo niedergelassen, während sich in der Steppe die Massai angesiedelt haben.
Im Dekanat Siha leben um die 140.000 Menschen, davon sind 65% Christen (rund 65.000 gehören der evangelisch-lutherischen Kirche an).
Der Verwaltungssitz des Dekanats ist in der Stadt Sanya Juu. Das Dekanat besteht aus 22 Pfarreien mit 24 Pfarrern, die 71 Kirchengemeinden betreuen. Unterstützt werden sie von „Evangelisten“ und Gemeindeangestellten.
Die Gemeinden im Dekanat Siha sind im Wachsen.

Die Partnerschaft zwischen Fürth und Siha, Tansania
Unser Dekanat Fürth unterhält seit 30 Jahren eine Partnerschaft mit dem tansanischen Dekanat Siha an den westlichen Hängen des Kilimandscharo. Der offizielle Beginn der Partnerschaft war ein Besuch von Dekan Eliguard Nasari in Fürth. Durch die Aufteilung des tansanischen Dekanats Hai in „Hai East“ und „Hai West“ wurde Hai West partnerlos. Zur gleichen Zeit äußerte der Dekanatsmissionskreis Fürth den Wunsch nach einer konkreten Partnerschaft. So begann eine segensreiche Beziehung, die bis heute andauert.
Über die Jahre hin reisten zahlreiche Delegationen in den später umbenannten District Siha. Es wurden gemeinsame Gottesdienste gefeiert, Gemeinden, Schulen, diakonische Einrichtungen und die Hilfsprojekte besucht. Im Gegenzug reisten Gruppen, Jugendliche und Chöre aus Siha in unser Dekanat. Sie besuchten Kirchengemeinden, Feste, diakonische Einrichtungen und staatliche Institutionen. Im Mittelpunkt standen stets die persönliche Begegnung und der direkte Austausch auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens.
Mit den Jahren entwickelten sich Hilfsprojekte im Dekanat Siha, von denen die meisten noch heute vom Dekanat Fürth unterstützt werden:

  • die Krankenstation mit Mutter-Kind-Abteilung in Sanya Juu
  • die Schule in Fuka mit Waisenkindern und behinderten Schülern
  • die Tumaini-Behindertenhilfe
  • die Unterstützung von Waisen
  • Straßenkinder und arme Menschen
  • das Jugendzentrum

Die Gehälter einer Hebamme und von Pflegepersonal in der Krankenstation werden regelmäßig bezuschusst.
Die neuesten Projekte sind der Aufbau einer Fachoberschule, die Ausstattung eines dringend benötigten Operationssaals in der Krankenstation und das Projekt "Gemüse gegen Armut" von Linda Yambazi, die hier in Fürth ihren Meisterbrief im Gemüseanbau erworben hat.

MapMassai beim TanzenMassai ChorMassai Chor 1im GottesdienstMassai aus Siha